Viaim OpenNote im Test – KI-Kopfhörer für Mitschrift und Übersetzung
von Moritz Jäger / 06.08.2025
Mit den OpenNote stellt Viaim ein ungewöhnliches Kopfhörer-Konzept vor. Die kabellosen Earbuds kombinieren Audio-Wiedergabe mit Sprachaufzeichnung, Transkription und Übersetzung. Zielgruppe sind weniger Musikliebhaber, sondern vor allem Studierende, Berufstätige und alle, die regelmäßig Notizen oder Protokolle benötigen.
Funktionen und Besonderheiten
Die OpenNote lassen sich per Fingertipp aktivieren. Über die sogenannte FlashRecord-Funktion startet sofort eine Aufnahme, die ohne Umweg über das Smartphone gespeichert wird. Parallel kann das System das Gesprochene in Echtzeit transkribieren und auf Wunsch in eine andere Sprache übersetzen. Unterstützt werden mehr als ein Dutzend Sprachen.
Zusätzlich erstellt die Software automatisch Zusammenfassungen und To-do-Listen, was den praktischen Nutzen im Arbeits- und Studienumfeld erhöht.
Design und Tragekomfort
Die Kopfhörer sind als Open-Ear-Modell konstruiert. Das bedeutet, dass der Gehörgang nicht verschlossen wird und Umgebungsgeräusche weiterhin hörbar bleiben. Viaim setzt dabei auf leichte Ohrbügel aus Memory-Titan. Im Test ist das Tragegefühl angenehm, auch bei längerem Einsatz oder in Kombination mit Brillen.
Audioqualität und Technik
Die Ausstattung umfasst vier Mikrofone mit Rauschunterdrückung sowie Hi-Res-zertifizierte Treiber. Für Sprache und Telefonate ist die Qualität überzeugend. Beim Musikhören reicht der Klang zwar für den Alltag, bleibt jedoch hinter klassischen In-Ear- oder Over-Ear-Kopfhörern zurück.
Die Akkulaufzeit ist ein weiteres Argument: Bis zu 19 Stunden Betrieb mit den Earbuds allein, insgesamt 53 Stunden mit Ladecase. Eine Schnellladefunktion ermöglicht mehrere Stunden Nutzung nach kurzer Ladezeit.
Software und App
Die Funktionen werden über die Viaim-App gesteuert. Dort lassen sich Aufnahmen organisieren, Transkripte speichern und Einstellungen anpassen. Nutzer erhalten monatlich 600 Minuten Transkriptionszeit ohne Aufpreis. Wer mehr benötigt, kann auf ein Abo-Modell umsteigen.
Ein Detail ist der obligatorische Signalton beim Start einer Aufnahme. Dieser sorgt für Transparenz in Gesprächssituationen, kann aber in leisen Umgebungen störend wirken.
Stärken
zuverlässige Transkription und Übersetzungsfunktionen
komfortables Open-Ear-Design
praktische FlashRecord-Bedienung
lange Akkulaufzeit
klare Ausrichtung auf Produktivität
Schwächen
Klangqualität bei Musik nur durchschnittlich
gelegentliche Fehler in Transkripten, insbesondere bei monotoner oder akzentuierter Sprache
laufende Kosten bei höherem Transkriptionsbedarf
Hinweis-Ton bei Aufnahmen nicht deaktivierbar
Fazit
Die Viaim OpenNote positionieren sich klar als Arbeits- und Lernwerkzeug. In Bereichen wie Vorlesungen, Meetings oder Interviews bieten sie durch die Kombination aus Aufnahme, Transkription und Zusammenfassung einen deutlichen Mehrwert.
Als Musikkopfhörer sind sie dagegen weniger geeignet. Wer jedoch einen digitalen Assistenten sucht, der gesprochene Inhalte zuverlässig dokumentiert, findet in den OpenNote eine interessante Lösung.